Neue Ballfangnetze als Ballflug-Bremsen in der Tennishalle

Wolfgang Hoesch Tennis

Das Bild zeigt das Arbeitsteam, das die neuen Ballfangnetze montiert hat

Erfolgreiche “Handarbeit”: Die freiwilligen Helfer montierten die neuen Ballfangnetze in unserer Tennishalle Foto: GN

Wenn der Fisch dem Fischer ins Netz geht, dann ist das in aller Regel ein bedrohliches Erlebnis für den Fisch. Wenn in unserer Zwei-Feld-Tennishalle ein Tennisball in einem der  Netze (zwischen den beiden Plätzen oder an der jeweiligen Stirnwand) landet, dann ist das eher ein positiver Moment – entweder für die Spielerinnen oder Spieler auf dem anderen Platz, deren Ballwechsel nicht durch die Filzkugel vom Nachbarplatz gestört und unterbrochen werden. Oder für das Spiel derjenigen Akteure, deren Spiel nicht durch einen von der Stirnwand auf dem eigenen Platz zurückprallenden Ball unterbrochen wird. Dies gilt umso mehr, weil man sich verletzen kann, wenn man in der Spielbewegung versehentlich auf solch einen Bumerang-Ball tritt.

Die bisherigen Ballfangnetze in unserer Tennishalle waren an einigen Stellen schon etwas verschlissen und konnten ihren Zweck insofern nicht mehr zu 100 Prozent erfüllen. Deshalb haben wir uns entschlossen, dieses Schutzmaterial, das den Ballflug stark abbremst, durch neue Ballfangnetze zu ersetzen. Dem Aufruf unseres für technische Belange zuständigen Vorstandsmitglieds Rainer Ruckh und unseres Platzwarts Joachim Halverscheidt, sie bei dieser Arbeit zu unterstützen, waren so viele freiwillige und motivierte Helfer gefolgt, dass das „Umspann-Werk“ in etwa drei Stunden erledigt werden konnte. Bei der gut aufeinander abgestimmten Handarbeit des Arbeitsteams kam es auch auf das „Feintuning“ an: Die Netze mussten so positioniert werden, dass die Unterkante exakt am Hallenboden abschließt oder allenfalls wenige Millimeter aufliegt.

Das Bild zeigt die neuen Ballfangnetze

Kein Durchkommen für Filzkugeln: Die neuen Ballfangnetze bremsen den Ballflug stark ab Foto: GN

Eine zeitgemäße Optik, verbunden mit der Einladung zum Tennisspielen, ergibt sich nun in unserer Halle nicht nur durch die neue LED-Beleuchtung, sondern auch durch die neuen Ballfangnetze. Auch die bis in einer Höhe von etwa zweieinhalb Meter über dem Boden gespannten Netze zwischen den beiden Plätzen können selbstredend nicht verhindern, dass hin und wieder mal ein Ball über diese Begrenzung hinweg fliegt und auf dem Nachbarplatz landet. Und sie können auch nicht verhindern, dass gelegentlich mal eine Tennisspielerin oder ein Tennisspieler bei dem Versuch, einen extrem cross geschlagenen und seitlich vom Spielfeld wegspringenden Ball noch zu erreichen, im Ballfangnetz zwischen den Plätzen landet und sich dort abstützen muss. Anders als der Fisch aus dem Fischernetz kann man sich beim Tennisspielen aus dieser misslichen Lage in den allermeisten Fällen aber selbst problemlos befreien.